Feuchte Lebensräume

Wasser ist ein beliebtes, attraktives Element. Es besänftigt unsere brodelnden Gefühle und bietet jederzeit spannende Beobachtungsmöglichkeiten. Oft noch während des Weiherbaus erscheinen die ersten Libellen, um ihr zukünftiges Territorium zu begutachten und wenn wir gemütlich beim Znüni sitzen, baden Spatzen und Amseln ihre pikenden Milben.

Weiher

Feuchtbiotop am Waldrand

Grundsätzlich spielt die Grösse eines Weihers keine Rolle – jedenfalls haben wir das bis vor ein paar Jahren behauptet. Heute, mit diesen gewaltigen Nährstoffeinträgen durch Luft und Regen und den Klimakapriolen, machen wir die Erfahrung, dass bei kleinen Weihern das Algenwachstum und die Austrocknung an Bedeutung zunehmen. Mit nährstoffarmen Substraten und starkzehrenden Pflanzen bemühen wir uns, diese in den Griff zu bekommen.

Natürlich ist es toll, wenn wir Bedingungen antreffen, die eine Stabilisierung des ton-/lehmhaltigen Bodens mit Lehm, Kalk oder Bentonit erlauben – aber das ist leider selten der Fall. In der öko-Bilanz ist es für uns meistens sinnvoll, als Alternative zu energieaufwendigem Material- und Maschinenaufwand eine PE-Folie einzubauen.

Immer bemühen wir uns, einen Weiher als Biotop zu gestalten: Mit standortheimischen Bepflanzungen, Steinhaufen, Trockenbiotopen und Laubhaufen unter Gehölzen – weil für viele Kleintiere Wasser nur Gebärklinik und Kinderstube ist, sie zu ihrem überleben jedoch Nahrung und überwinterungsmöglichkeiten in der angrenzenden Umgebung brauchen.

Sumpf- und Wassergräben

Auf schmalem Raum sind Sumpf- und Wassergräben attraktive Gestaltungselemente. Libellenlarven können sich in ihnen prächtig entwickeln, ohne die süssen Kaulquappen zu fressen.


Feuchtwiesen

Angenommen, sie wären stolze Besitzer einer vernässten Wiese und ausserdem Liebhaber von Heilpflanzen: Ja, dann würden wir ihnen zum Beispiel eine Impulsbepflanzung mit Filipendula ulmaria (Mädesüss), Lythrum salicaria (Blut-Weiderich), Valeriana officinalis (Gebräuchlicher Baldrian), Lysimachia vulgaris (Gemeiner Gilbweiderich), Scrophularia nodosa (Knotige Braunwurz) usw. empfehlen, gerne liefern und einpflanzen – und sie könnten sogleich damit beginnen, einen Teil der Waschküche in eine Hausapotheke umzubauen. Und sich an der überaus attraktiven Pflanzengesellschaft erfreuen.

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